Röntgendiagnostik

Ein eigenes Röntgengerät in unserer Praxis ermöglicht uns, im Rahmen der Diagnostik direkt vor Ort eventuell nötige Röntgenuntersuchungen vorzunehmen. Die folgenden Ausführungen sollen Ihnen einen kurzen Überblick darüber geben, wann Röntgenuntersuchungen bei orthopädischen Erkrankungen sinnvoll eingesetzt werden können.

Eine in der Orthopädie sehr häufig angewendete Methode ist das Röntgen. Mit Hilfe einer Röntgenuntersuchung lassen sich vor allem Veränderungen an Knochen und Gelenken erfassen.

Röntgeneinrichtung

 

Vor allem Veränderungen an Knochen und Gelenken lassen sich mit Hilfe einer Röntgenuntersuchung gut abbilden. Strahlendurchlässige Gewebe wie z.B. Muskeln und Sehnen sind im Röntgenbild nicht sichtbar.

Auch wenn sie mit einer Strahlenbelastung für den Patienten einhergeht, so hat sie den Vorteil, meist schnell verfügbar und kostengünstig zu sein. In vielen Fällen liefert sie bereits ausreichende Informationen zur Erkrankung. Das Röntgen macht in sehr vielen Fällen weitere Untersuchungen überflüssig.

Röntgenbild Gonarthrose

 

Röntgenbild des Kniegelenks einer 79-jährigen Patientin in der Betrachtung von vorne. Es zeigt einen fortgeschrittenen Verschleiß (Arthrose) des Gelenks zwischen Oberschenkel und Schienbein. Untersuchungen wie eine Kernspintomographie bringen in solchen Fällen keine wesentlichen Zusatzinformationen. Sie sind für die weitere Behandlung nicht notwendig und in Fällen wie diesem überflüssig.

Um Veränderungen am Knochen zuverlässig abbilden zu können, werden meist Röntgenaufnahmen in verschiedenen Positionen des Knochens zur Röntgenröhre angefertigt. Dabei wird der Knochen oder das Gelenk z.B. von vorne oder hinten sowie von der Seite betrachtet. Dies wird als „Röntgen in 2 Ebenen“ bezeichnet. Zudem gibt es zahlreiche spezielle Einstellungen, die sich besonders gut eignen, um Knochen und Gelenk gut zu beurteilen.
Röntgenbild Knie Arthrose Rechts

 

Das Röntgenbild zeigt das gleiche Kniegelenk, jetzt von der Seite. Bei dieser Aufnahme sind wieder der Oberschenkel, das Schienbein und jetzt auch die Kniescheibe zu erkennen. Zwischen der Kniescheibe und dem Oberschenkel hat ebenfalls ein starker Verschleiß stattgefunden. Das „R“ zeigt an, dass es sich um ein rechtes Knie handelt, für ein linkes Knie würde entsprechend ein „L“ verwendet.

Alle hier verwendeten Abbildungen und Teile der Inhalte stammen aus dem Buch Orthopädie für Patienten von Dr. Christoph Klein, das im Verlag Michels-Klein erschienen ist.
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